Schlachter-Tango
Ein Doku-Drama
Schauspiel
In seinem Solo „Schlachter–Tango“ begibt sich der Schauspieler Michael Grunert auf die Spuren des Bielefelder Ludwig Meyers. Ludwig Meyer, Sohn eines jüdischen Schlachters, wurde wegen Homosexualität von der Gestapo verhaftet und verbrachte fast sieben Jahre in den Lagern Buchenwald, Auschwitz und Mauthausen. Nach dem Krieg musste er um die Anerkennung seiner Verfolgung als Jude kämpfen. In den 1950er Jahren gelang es ihm, noch vor der Aufhebung des Paragraphen 175 und am Rande der Legalität, das erste Lokal für Homosexuelle in Hannover zu eröffnen.
Mit sparsam eingesetzten theatralischen Mitteln und mit dokumentarischen Texten und Geschichten, die den Zeitgeist jener Jahre widerspiegeln, entwickelt sich eine bildreiche
Szenenfolge. Vor unseren Augen zeichnet Michael Grunert das Bild eines Mannes, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt.
Idee, Konzept und Spiel: Michael Grunert
Produktion: Theaterlabor Bielefeld
Hintergrund der Veranstaltung: Der 27. Januar ist Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und international als Holocaust-Gedenktag. Das Datum erinnert an den 27. Januar 1945, als sowjetische Truppen der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreiten.
Die Veranstaltung findet in Kooperation folgender Akteur:innen statt: Stolperstein-Initiative Borgholzhausen, Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule Borgholzhausen / Werther, Theaterlabor Bielefeld, Weberei-Bahnhof
Einlass: 18:30 Uhr
Start: 19:00 Uhr
VVK: 5,00 €
AK: 7,00 €
Schüler:innen erhalten freien Eintritt
Bestuhlt, freie Platzwahl
